Karsten Knobbe zum Bürgermeister gewählt
Die Bürger Hoppegartens haben sich entschieden: Mit 53,23% der abgegebenen Stimmen ist Karsten Knobbe zum Bürgermeister gewählt worden. Ihm unterlag Moritz Felgner mit 46,77%. Bei einer Wahlbeteiligung von 31,24% hat Karsten Knobbe die notwendige Mindeststimmzahl von 15% aller Wahlberechtigten mit 16,23% knapp überschritten. Er wird ab Januar 2011 sein Amt antreten.
Hoffen wir, dass Hoppegarten weiter eine gute Entwicklung nimmt und Karsten Knobbe dafür mit glücklicher Hand und Weitblick sein Amt führen wird. Zuversichtlich stimmt, dass Herr Knobbe angekündigt hat, das Amt des Bürgermeisters parteiübergreifend zu verstehen. Differenzen und Auseinandersetzungen über Sachthemen werden sich nicht vermeiden lassen, gehören aber zu einem demokratischen System des Meinungspluralismus hinzu. Wichtig ist, sich gegenseitig mit Respekt zu begegnen, sich zuzuhören und gemeinsam für den Erfolg Hoppegartens zu arbeiten. Vielleicht ist dann bei den nächsten Wahlen die Wahlbeteiligung auch wieder höher.
Vielleicht lassen sich durch ein gutes Miteinander auch Vorbehalte abbauen, die einige Bürger Herrn Knobbe gegenüber hatten oder noch immer haben. Hier zeigt sich, dass Gräben, die die DDR durch Eingriffe in die Biographien von Menschen gerissen hat, bis heute bestehen. Erinnerungen sind oft schmerzlich und daher emotional negativ besetzt. Dennoch bleibt zu hoffen, dass diese Gräben mit der Zeit überwunden werden können. Herr Knobbe ist demokratisch gewählt und hat einen fairen Start in sein Amt ebenso verdient wie die Kenntnisnahme, dass er sich nach der Wende durch ein Jurastudium und die Arbeit als Rechtsanwalt aktiv am demokratischen Rechtsstaat beteiligt hat.
Wie jeder gewählte Politiker wird sich auch Herr Knobbe an seinen Versprechen vor der Wahl, aber auch an drängenden Problemen Hoppegartens messen lassen müssen. Werden sich die Dorfkerne weiterentwickeln können? Werden Unfallschwerpunkte wie an der Mahlsdorfer Straße in Hönow entschärft, etwa durch Tempo 30 und intelligente Ampellösungen? Werden Alleen als kulturprägende Elemente besser gepflegt? Wird die neue L33 einen Lärmschutz erhalten, der über das Maß hinausgeht, was als Mindestanforderung vom Land gebaut werden muss? Verbessern sich die Nahverkehrsverbindungen zwischen den Ortsteilen, so dass Hoppegarten als Gemeinde noch besser zusammenwächst? Wird der ungebremste Zuzug auf normale Bahnen zurückgelenkt?
Vieles ist zu tun. Karsten Knobbe steht freilich nicht allein mit diesen Aufgaben. Neben dem Bürgermeister steht die Gemeindevertretung, die mit ihren Kompetenzen und ihrer parlamentsartigen Zusammensetzung mit Gemeindevertretern aller politischer Strömungen ebenso am Erfolg Hoppegartens arbeitet. Wenn Bürgermeister und Gemeindevertretung gemeinsam zum Wohl Hoppegartens arbeiten, besteht viel Hoffnung und Zuversicht, dass die gute Entwicklung der letzten Jahre fortgeführt werden kann.


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